Während in den 1950er-Jahren noch rund drei Viertel der Bevölkerung vorwiegend in ländlichen Gebieten lebten, hat sich diese Gegebenheit in den letzten Jahrzehnten stark in den urbanen Raum verschoben. Nach Meinung von Experten werden bis zum Jahr 2050 rund zwei Drittel aller Menschen in Städten wohnen, arbeiten und leben. Dieser Umstand führt zwangsläufig zur Entstehung und Ausbreitung von urbanen Ballungsräumen.
Ballungsräume in Europa
Die Ansiedlung von Menschen in und um Großstädte wird in der Fachsprache als Agglomeration bezeichnet. Die höchste Agglomeration findet man in Europas Großstädten wie London, Paris oder Madrid. Die Agglomeration berücksichtigt dabei nicht nur die Menschen, die direkt in einer Stadt leben, sondern auch jene, die sich in den Vororten und den damit verbundenen Gemeinden ansiedeln.
London weist einen sehr hohen Grad an Urbanisierung auf, gehört weltweit aber dennoch nicht zu den am dichtesten besiedelten Städten der Welt. In Europa selbst gibt es zwar große Ballungsräume, diese sind jedoch noch relativ klein im Vergleich zu Städten wie Tokio oder Kalkutta.
Zu den größten Ballungsräumen Europas zählt jedoch das deutsche Ruhrgebiet. Rund fünf Millionen Menschen leben in diesem Ballungszentrum. Auch die Städte Frankfurt am Main und Stuttgart zählen zu den großen europäischen Ballungsräumen.