Die Flucht in die Städte

Die Landflucht ist ein Phänomen, das weltweit beobachtet werden kann. Viele Menschen aus ländlichen Regionen ziehen in Städte, um ein besseres Einkommen zu erzielen oder einfach aus der Enge der eigenen Familie zu entfliehen.

Städte in der Schweiz

In der Schweiz dominieren die Großstädte Zürich, Genf und Basel. Diese Städte sind die größten Schweizer Metropolen. In den Städten der Schweiz leben in erster Linie Menschen, die über ein relativ hohes Bildungsniveau verfügen. Zwei von fünf Personen, die in einer Stadt leben, verfügen über einen akademischen Abschluss. In den Städten befinden sich hauptsächlich wissenschaftliche Institutionen und Universitäten. Diese bieten dieser Personengruppe eine geeignete Beschäftigungsmöglichkeit. Laut Statistik lebten im Jahr 2018 bereits 48,3 Prozent der Bevölkerung in den insgesamt 172 Schweizer Städten. Hauptsächlich jüngere Menschen im Alter von zwanzig bis 39 Jahren siedeln sich in den größeren Städten des Landes an.

Deutsche Städte wachsen

Viele deutsche Großstädte verzeichnen eine Bevölkerungszunahme. Allein in den Jahren von 2010 bis 2016 ist die Zahl der Menschen in einigen deutschen Großstädten enorm angestiegen. Leipzig, Darmstadt, Münster und Frankfurt am Main verzeichneten in diesem Zeitraum ein Bevölkerungswachstum von mehr als zehn Prozent. Mehr als die Hälfte aller Städte in den insgesamt 401 Kreisen haben in dieser Zeit ebenfalls einen massiven Anstieg der Einwohnerzahl verzeichnet. Auch die Regionen, die sich in unmittelbarer Umgebung von Großstädten befinden, ziehen immer mehr Menschen an. Vor allem jüngere Menschen bis 42 Jahren ziehen zunehmend in urbane Räume. Ähnliche Entwicklungen gibt es auch in anderen Industriestaaten der Welt.

Die Vorteile der Stadt

Warum ziehen immer mehr Menschen in Städte? Diese Frage beschäftigt Verkehrsplaner wie Wirtschaftspolitiker und Soziologen gleichermaßen. Das Leben in der Stadt bietet viele Vorteile. Für junge Menschen eröffnen sich im urbanen Raum mehr Chancen. Höhere Löhne, mehr Einkommen und die Möglichkeit zu studieren, sind nur einige dieser Chancen.

Die Stadt verfügt im Gegensatz zum ländlichen Gebiet über eine bessere Infrastruktur. Der öffentliche Verkehr ist besser ausgebaut und Pendler müssen eine kürzere Wegstrecke zu ihren Arbeitsplätzen in Kauf nehmen. Auch das Freizeitangebot ist in einer Stadt wesentlich größer als auf dem Land.

Ein weiterer Grund für den Umzug in eine Stadt ist die Anonymität. In einer Großstadt kann man sein Leben als Unbekannter gestalten und ist weniger üblen Nachreden oder dem Dorftratsch ausgesetzt. In einer Stadt herrscht zudem Tag und Nacht Hochbetrieb. Es gibt viele Freizeitmöglichkeiten, denen man auch in den Abend- oder Nachtstunden nachgehen kann. Manche Stadtviertel sind Szeneviertel, in denen sich das Leben 24 Stunden pro Tag an sieben Tagen der Woche abspielt. Das lockt vor allem junge Menschen an.

Zu diesen Faktoren kommen noch Aspekte wie das multikulturelle Leben, kulinarische Genüsse sowie günstige Einkaufsmöglichkeiten. In vielen Städten gibt es Sozialmärkte oder Secondhand-Läden. All diese Annehmlichkeiten findet man hingegen auf dem Land nicht.

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